Ratgeber

Welche Unterlagen braucht man für den Immobilienverkauf?

Vollständige Unterlagen schaffen Vertrauen bei Kaufinteressenten, erleichtern die Finanzierungsprüfung und beschleunigen den Abschluss. Eigentümer in der Region Bern, im Emmental und im Raum Solothurn, die ihre Dokumente frühzeitig zusammenstellen, können Fragen von Interessenten direkt und sicher beantworten.

Kurzantwort: Welche Unterlagen sind beim Immobilienverkauf wichtig?

Die wichtigsten Dokumente sind: ein aktueller Grundbuchauszug, der Gebäudeversicherungsausweis, Baupläne und Grundrisse, der Situationsplan sowie Angaben zu Heizung, Baujahr und durchgeführten Sanierungen. Bei Stockwerkeigentum kommen die Reglements- und Gemeinschaftsunterlagen hinzu.

Nicht alle Dokumente müssen vor der ersten Einschätzung vollständig vorliegen. Es ist aber sinnvoll, früh damit zu beginnen – denn fehlende Unterlagen können den Prozess verzögern, sobald Kaufinteressenten und deren Banken konkrete Fragen stellen.

Warum vollständige Unterlagen so wichtig sind

Vollständige Unterlagen helfen in mehreren Phasen des Verkaufs:

Bei der Ersteinschätzung

Eine persönliche Beratung wie der 7-Punkte-Verkaufscheck kann präziser sein, wenn die wichtigsten Informationen bereits vorliegen.

Bei der Vermarktung

Kaufinteressenten stellen konkrete Fragen zu Fläche, Zustand und Eigentumsangaben. Wer schnell und verlässlich antwortet, schafft Vertrauen.

Bei der Finanzierung

Die Hausbank des Käufers benötigt Unterlagen für die Hypotheksprüfung. Fehlende Dokumente verzögern diesen Schritt.

Beim Notariat

Für den Kaufvertrag sind bestimmte Eigentumsangaben zwingend notwendig. Je früher diese vorliegen, desto reibungsloser läuft der Abschluss.

Grundbuch und Eigentumsangaben

Der Grundbuchauszug ist eines der wichtigsten Dokumente beim Immobilienverkauf. Er zeigt, wer Eigentümer der Liegenschaft ist, ob Hypotheken eingetragen sind, ob Dienstbarkeiten wie Wegerechte oder Leitungsrechte bestehen, und ob weitere Belastungen vorhanden sind.

Ein aktueller Grundbuchauszug kann beim zuständigen Grundbuchamt des Kantons beantragt werden. In der Regel ist ein Auszug, der nicht älter als einige Monate ist, für Käufer und Banken ausreichend.

Liegt die Immobilie in Stockwerkeigentum, kommen weitere Dokumente hinzu: die Begründungsurkunde, das Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft sowie aktuelle Informationen zu Erneuerungsfonds und Jahresrechnung der Gemeinschaft. Diese Unterlagen sind für Kaufinteressenten wichtig, um die laufenden Kosten und die Situation der Gemeinschaft einschätzen zu können.

Pläne, Flächen und Objektangaben

Kaufinteressenten möchten sich ein konkretes Bild von der Immobilie machen – auch bevor sie eine Besichtigung vereinbaren. Klare Grundrisse und Flächenangaben erleichtern diesen Schritt erheblich.

  • Grundrisse aller Stockwerke: Zeigen die Raumaufteilung und helfen, die Nutzbarkeit einzuschätzen.
  • Situationsplan: Zeigt das Grundstück, seine Form, Ausdehnung und Lage in der Umgebung.
  • Wohn- und Nutzfläche: Wichtig für Inserate und die Einschätzung. Klärung, wie die Fläche gemessen wurde (z. B. nach SIA oder NF).
  • Baubewilligungen: Für Umbauten, Anbauten oder Nutzungsänderungen sollten Baubewilligungen vorhanden sein.

Gebäudeversicherung, amtliche Werte und Bewilligungen

Der Gebäudeversicherungsausweis enthält den amtlichen Gebäudewert und wichtige Angaben zum Gebäude. In vielen Kantonen, darunter Bern, werden Immobilien durch eine kantonale Gebäudeversicherung (GVB) erfasst. Dieser Ausweis gibt einen Eindruck vom versicherten Gebäudewert.

Wichtig: Der amtliche Gebäudewert entspricht in der Regel nicht dem Marktwert. Er dient als Referenzgrösse, sollte aber nicht direkt als Verkaufspreisgrundlage verwendet werden.

Sanierungen, Zustand, Energie und Heizung

Kaufinteressenten und deren finanzierende Banken möchten wissen, in welchem Zustand das Gebäude ist – und welche Investitionen in näherer Zukunft anfallen könnten.

  • Heizungstyp und Baujahr der Heizung (Ölheizung, Wärmepumpe, Pellets etc.)
  • Letzter Unterhalt oder Wartung der Heizungsanlage
  • Zustand von Dach, Fassade und Fenstern
  • Sanitäranlagen und Küche – wann zuletzt erneuert?
  • Informationen zu durchgeführten Sanierungen der letzten 15–20 Jahre
  • Rechnungen oder Belege zu grösseren Renovationsarbeiten (wenn vorhanden)
  • Energieausweis (GEAK oder ähnliches), sofern vorhanden

Es muss nicht alles lückenlos belegt sein. Aber wer dokumentieren kann, was wann saniert wurde, schafft Vertrauen und vermindert Unsicherheiten bei der Preisverhandlung.

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Erfahren Sie, welche Unterlagen bei Ihrer Immobilie besonders wichtig sind – und welche nächsten Schritte sinnvoll wären.

Hypothek, Steuern und rechtliche Themen

Einige Aspekte des Immobilienverkaufs berühren rechtliche und finanzielle Fragen, bei denen Eigentümer spezialisierte Unterstützung hinzuziehen sollten:

  • Hypothek

    Wie hoch ist die bestehende Hypothek? Welche Kündigungsfristen und allfälligen Vorfälligkeitsentschädigungen gelten? Das klärt die finanzierende Bank.

  • Grundstückgewinnsteuer

    Beim Verkauf mit Gewinn kann eine Grundstückgewinnsteuer anfallen. Die Berechnung hängt von Faktoren wie Haltedauer, ursprünglichem Kaufpreis und Investitionen ab. Zuständig ist das Steueramt der Gemeinde.

  • Notariat

    Der Kaufvertrag muss in der Schweiz notariell beurkundet werden. Der Notar oder die Notarin bereitet die Urkunde vor und prüft die erforderlichen Eigentumsangaben.

Diese Fragen müssen nicht vor dem ersten Beratungsgespräch vollständig geklärt sein. Es ist aber sinnvoll, sich frühzeitig einen Überblick zu verschaffen.

Checkliste: Unterlagen vor dem Immobilienverkauf

Eine Übersicht der wichtigsten Dokumente – gegliedert nach Themenbereich:

Eigentum & Grundbuch

  • Grundbuchauszug (aktuell)
  • Auszug Dienstbarkeiten (Wegerechte, Leitungsrechte etc.)
  • Angaben zu Grundlasten oder Pfandrechten
  • Bei Stockwerkeigentum: Begründungsurkunde und Reglement

Pläne & Objektangaben

  • Grundrisse aller Stockwerke
  • Situationsplan (Grundstücksplan)
  • Wohn- und Nutzfläche (Messgrundlage klären)
  • Grundstücksfläche (aus Grundbuch)
  • Baubewilligungen für Umbauten oder Anbauten

Gebäude & Versicherung

  • Gebäudeversicherungsausweis (z. B. GVB)
  • Baujahr des Gebäudes
  • Amtliche Wertangaben (informativ)

Zustand, Sanierungen & Energie

  • Heizungstyp und Baujahr der Heizung
  • Angaben zu letzten Sanierungen (Dach, Fenster, Fassade)
  • Sanitäranlagen und Küche (Renovationsstand)
  • Rechnungen oder Belege zu Renovationen (wenn vorhanden)
  • Energieausweis (GEAK), sofern vorhanden

Finanzierung & Rechtliches

  • Angaben zur Hypothekarsituation (Bank, Betrag, Laufzeit)
  • Informationen zu Dienstbarkeiten mit Auswirkungen auf den Verkauf
  • Steuerliche Situation klären (Grundstückgewinnsteuer)

Nicht alle Dokumente müssen sofort vollständig vorliegen. Der 7-Punkte-Verkaufscheck zeigt Ihnen, was prioritär ist.

Wie der 7-Punkte-Verkaufscheck bei der Vorbereitung hilft

Der 7-Punkte-Verkaufscheck ist eine persönliche Ersteinschätzung durch Mirjam Burri, bei der unter anderem geklärt wird, welche Unterlagen für Ihre spezifische Immobilie besonders relevant sind. Das spart Zeit und verhindert, dass Sie Dokumente zusammenstellen, die für Ihren Fall nicht entscheidend sind.

Mirjam Burri bringt über 15 Jahre Erfahrung aus der Versicherungsbranche und kaufmännischen Kundenberatung mit. Der sorgfältige Umgang mit Unterlagen und strukturierten Abläufen ist Teil dieser Erfahrung – und fliesst direkt in die Vorbereitung von Immobilienverkäufen ein.

Gleichzeitig erhalten Sie Klarheit über Marktwert, Chancen, Risiken und eine sinnvolle Verkaufsstrategie – alles in einem persönlichen Gespräch, ohne Verkaufsauftragspflicht.

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Klären Sie, welche Unterlagen bei Ihrer Immobilie wichtig sind – und erhalten Sie eine persönliche Einschätzung für Ihre nächsten Schritte.

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FAQ

Häufige Fragen zu Unterlagen beim Immobilienverkauf

Brauche ich alle Unterlagen schon vor der ersten Einschätzung?

Nein. Eine erste persönliche Einschätzung – wie der 7-Punkte-Verkaufscheck – ist auch möglich, wenn noch nicht alle Dokumente vorliegen. Sie zeigt Ihnen, was noch fehlt und welche Unterlagen prioritär sind.

Was passiert, wenn Pläne fehlen oder veraltet sind?

Fehlende Pläne können in manchen Fällen bei der Gemeindeverwaltung oder beim Katasteramt beantragt werden. Sind Baupläne nicht mehr auffindbar, sollte das frühzeitig geklärt werden, da es den Prozess verlangsamen kann.

Welche Unterlagen sind bei einer Wohnung besonders wichtig?

Beim Stockwerkeigentum kommen zusätzlich zum Grundbuchauszug die Begründungsurkunde, das Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft sowie aktuelle Angaben zu Erneuerungsfonds und Jahresrechnungen der Gemeinschaft hinzu.

Muss ich Sanierungen mit Rechnungen belegen können?

Nicht zwingend. Aber Rechnungen oder Belege zu durchgeführten Arbeiten schaffen Vertrauen bei Kaufinteressenten und können Verhandlungsspielraum beim Preis reduzieren. Wenn Belege vorhanden sind, sollten sie bereitgehalten werden.

Wer hilft bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen?

Für Fragen zur Grundstückgewinnsteuer ist das zuständige Steueramt oder ein Steuerberater die richtige Anlaufstelle. Für vertragliche Fragen und die notarielle Beurkundung ist ein Notar oder eine Notarin zuständig. Eine Immobilienberatung kann diese Fachbereiche ergänzen, ersetzt sie aber nicht.

Wie lange dauert es, alle Unterlagen zusammenzustellen?

Das hängt davon ab, was bereits vorhanden ist. Wer Pläne, Grundbuchauszug und Gebäudeversicherungsausweis griffbereit hat, ist schnell vorbereitet. Fehlen Dokumente, die beantragt werden müssen, sollte man einige Wochen einplanen.