Was der GEAK eigentlich ist
Der GEAK (Gebäudeenergieausweis der Kantone) bewertet ein Gebäude auf einer Skala von A bis G – ähnlich der bekannten Energieetikette bei Haushaltsgeräten. Bewertet werden zwei Aspekte: der Zustand der Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster) und die Gesamtenergieeffizienz, die auch die Heizung einschliesst.
GEAK
Die Basisversion mit der Einstufung A–G.
GEAK Plus
Zusätzlich mit einem Beratungsbericht zu konkreten, priorisierten Sanierungsmassnahmen.
Ein GEAK wird von einer zertifizierten GEAK-Expertin oder einem GEAK-Experten nach einer Begehung des Gebäudes erstellt.
Pflicht oder freiwillig? Was Eigentümer prüfen sollten
Ob ein GEAK beim Verkauf oder bei einer Sanierung obligatorisch ist, regeln die Kantone unterschiedlich. Eine pauschal gültige Aussage für den Kanton Bern oder den Kanton Solothurn lässt sich an dieser Stelle nicht seriös treffen.
Für Eigentümer bedeutet das konkret: Vor einem Verkauf sollte direkt bei der zuständigen kantonalen Energiefachstelle oder im persönlichen Gespräch geklärt werden, ob im eigenen Fall ein GEAK obligatorisch, empfohlen oder nicht relevant ist. Diese Einordnung ersetzt keine rechtliche oder energietechnische Beratung im Einzelfall.
Warum der GEAK beim Verkauf eine Rolle spielen kann
- Er schafft eine nachvollziehbare, standardisierte Grundlage für die energetische Einordnung – statt einer vagen Einschätzung "die Heizung ist noch neu."
- Käuferinnen und Käufer sowie deren finanzierende Banken können gezielt nach dem energetischen Zustand einer Liegenschaft fragen.
- Ein GEAK Plus liefert bereits eine grobe Übersicht möglicher Sanierungsschritte – nützlich für die eigene Planung, unabhängig vom Verkauf.
Wichtig: Ein GEAK ist keine Marktwert-Bewertung und sagt nichts über den erzielbaren Verkaufspreis aus. Eine pauschale Aussage wie "ein GEAK der Klasse B erhöht den Preis um X Prozent" lässt sich seriös nicht treffen – zu viele weitere Faktoren wie Lage, Zustand und Markt spielen eine Rolle.